Ein bisschen Regen hält einen echten Vollblutradler nicht davon ab, seinen Hintern auf den Radsattel zu schwingen. Schon gar nicht in Dornbirn, der inoffiziellen Regenhauptstadt Vorarlbergs :) So geschehen bei der ersten Vorarlberger Fahrradparade, die in mehreren Gemeinden als Abschlussveranstaltung zur Mobilwoche abgehalten wurde. Es war schon ein exklusiver Kreis in überwiegend gelber Regenmontur, der sich per Drahtesel vom Kulturhaus auf den Weg zur inatura gemacht hatte, aber am Ende durfte sich das Grüppchen schon sehen lassen:
Genaue Teilnehmer-Zahlen habe ich leider nicht - aber die Stimmung im Festzelt bei der inatura war auf jeden Fall hervorragend! Wer nun den inoffiziellen Städtewettbewerb gewonnen hat, werden wir sicher bald irgendwo lesen können - mir hat's einfach sehr gut gefallen und das Gefühl, mit dem Fahrrad auf einer abgesperrten (und somit autofreien) Stadtstraße völlig stressfrei nebeneinander fahren zu können, hatte auf jeden Fall was für sich!
Mehr von! Nächstes Jahr gibts Sonnenschein und wir knacken die 1.000 Teilnehmer-Grenze!
"Wenn der Mensch zu viel weiß, wird das lebensgefährlich. Das haben nicht erst die Kernphysiker erkannt, das wusste schon die Mafia." Norman Mailer, 31.01.1923 - 10.11.2007 US-amerikanischer Schriftsteller
23. September 2012
20. September 2012
ein Gedanke zu Gabi Moser
Ich stelle mir gerade vor, was passiert wäre, wenn SPÖVP zu Beginn des Untersuchungsausschusses etwas mehr Hirnschmalz investiert hätten: statt Gabi Moser hätten sie vielleicht doch ihren Lieblingsfeind Peter Pilz zum Vorsitzenden auserkoren. Dann wäre es aller Voraussicht nach schon vor dem Sommer zu irgendeinem Eklat gekommen, den man recht billig als grünen Fehltritt maskieren hätte können.
Ein pointierter Politiker wie P. Pilz bietet mindestens die doppelte Angriffsfläche, die man dann als Ausrede nutzen kann, um so einen Untersuchungsausschuss erhobenen Hauptes den Ganges runterspülen zu können.
Nachbetrachtend darf man richtig froh sein darüber, dass Frau Moser von der "Konkurrenz" hoffnungslos unterschätzt wurde. Vielleicht sogar auch von uns Grünen, aber das wäre schon wieder ein anderes Thema :)
Jedenfalls, wer ihr für ihren Einsatz, für ihre Integrität und ihre Hartnäckigkeit danken will, darf das gerne auch auf facebook tun: Gabi Moser
Ein pointierter Politiker wie P. Pilz bietet mindestens die doppelte Angriffsfläche, die man dann als Ausrede nutzen kann, um so einen Untersuchungsausschuss erhobenen Hauptes den Ganges runterspülen zu können.
Nachbetrachtend darf man richtig froh sein darüber, dass Frau Moser von der "Konkurrenz" hoffnungslos unterschätzt wurde. Vielleicht sogar auch von uns Grünen, aber das wäre schon wieder ein anderes Thema :)
Jedenfalls, wer ihr für ihren Einsatz, für ihre Integrität und ihre Hartnäckigkeit danken will, darf das gerne auch auf facebook tun: Gabi Moser
14. September 2012
Vorarlberger Mobilwoche 16.-19.09.2012
Die Mobilwoche kommt näher und näher, ein guter Anlass, wieder ins Bloggerleben einzusteigen, denn da gäbs ja durchaus ein paar interessante Details zu berichten:
1. juckt mich das supergünstige 12 Euro Verbundticket für 8 Tage sorgenfreies Öffi-fahren: Der Verkehrsverbund Vorarlberg bietet in der MOBILWoche dieses sensationell günstige Ticket an - für Bus UND Bahn natürlich!
2. sind Griechenland zum Trotz nicht alle Banken immer nur die Bösen: die Dornbirner Sparkasse nimmt das Thema jedenfalls sehr ernst und macht am Freitag, den 20.9. einen Aktionstag: wer zu Fuß zur Arbeit kommt, erhält eine kleine Überraschung | auch die Kunden gehen nicht ganz leer aus - da gibt es Gutscheine von Intersport zu gewinnen | ebenfalls mit Intersport wird ein Gratis-Fahrrad-Quick-Check organisiert und die Stadtpolizei informiert über sicheres Radfahren - vielleicht nicht grad das mega-highlight, aber der Wille zählt :)
3. geben auch die "üblichen Verdächtigen" ein kräftiges Lebenszeichen von sich: ÖBB, VCÖ, ARGUS, CARSHARING.at etc. bieten auch ein paar Schmankerln zum Thema "autofrei" an: der VCÖ lockt mit 1 Jahr Gratis-Versicherung, die ÖBB bieten bis 50% Ermässigung für 1 Bahnfahrt (findet sich im Folder "Autofreier Tag" an allen Bahnhöfen), und carsharing.at offeriert ein 4-Monate-Gratis-Probierpaket - bin mir aber nicht ganz sicher, ob man sich da nicht für länger verpflichten muss (mehr Info hier). ARGUS "demonstriert" für eine Fahrradstraße Marktstraße in Dornbirn, am Samstag, den 22.9. ab 10:00 vorm Bierlokal
4. und last not least macht auch das Amt der Stadt Dornbirn mit und verteilt am Mittwoch, den 19.9. ein Dankeschön an alle Marktbesucher, die mit Fahrrad oder zu Fuß unterwegs sind (ich tippe mal schwer auf leckere Croissants). Weiters lädt das Umweltamt zum Drahteselausritt am Samstag, den 22.9. unter dem Motto "Fahrradparade"; Treffpunkt 14:00 Uhr beim Kulturhaus, Start 15:00 Uhr, Zieleinlauf bei der inatura um 16:00 mit anschließendem Fest samt Goodies für alle Teilnehmenden und einem Gewinnspiel.
1. juckt mich das supergünstige 12 Euro Verbundticket für 8 Tage sorgenfreies Öffi-fahren: Der Verkehrsverbund Vorarlberg bietet in der MOBILWoche dieses sensationell günstige Ticket an - für Bus UND Bahn natürlich!
2. sind Griechenland zum Trotz nicht alle Banken immer nur die Bösen: die Dornbirner Sparkasse nimmt das Thema jedenfalls sehr ernst und macht am Freitag, den 20.9. einen Aktionstag: wer zu Fuß zur Arbeit kommt, erhält eine kleine Überraschung | auch die Kunden gehen nicht ganz leer aus - da gibt es Gutscheine von Intersport zu gewinnen | ebenfalls mit Intersport wird ein Gratis-Fahrrad-Quick-Check organisiert und die Stadtpolizei informiert über sicheres Radfahren - vielleicht nicht grad das mega-highlight, aber der Wille zählt :)
3. geben auch die "üblichen Verdächtigen" ein kräftiges Lebenszeichen von sich: ÖBB, VCÖ, ARGUS, CARSHARING.at etc. bieten auch ein paar Schmankerln zum Thema "autofrei" an: der VCÖ lockt mit 1 Jahr Gratis-Versicherung, die ÖBB bieten bis 50% Ermässigung für 1 Bahnfahrt (findet sich im Folder "Autofreier Tag" an allen Bahnhöfen), und carsharing.at offeriert ein 4-Monate-Gratis-Probierpaket - bin mir aber nicht ganz sicher, ob man sich da nicht für länger verpflichten muss (mehr Info hier). ARGUS "demonstriert" für eine Fahrradstraße Marktstraße in Dornbirn, am Samstag, den 22.9. ab 10:00 vorm Bierlokal
4. und last not least macht auch das Amt der Stadt Dornbirn mit und verteilt am Mittwoch, den 19.9. ein Dankeschön an alle Marktbesucher, die mit Fahrrad oder zu Fuß unterwegs sind (ich tippe mal schwer auf leckere Croissants). Weiters lädt das Umweltamt zum Drahteselausritt am Samstag, den 22.9. unter dem Motto "Fahrradparade"; Treffpunkt 14:00 Uhr beim Kulturhaus, Start 15:00 Uhr, Zieleinlauf bei der inatura um 16:00 mit anschließendem Fest samt Goodies für alle Teilnehmenden und einem Gewinnspiel.
12. Dezember 2011
Wutbürger Düringer
Letzte Woche als krönender Abschluß von Dorfers Donnerstalk überraschte mich der ehemalige Benzinbruder mit einem ziemlich ernst gemeinten Wutausbruch. Ganz ernst dürfte es allerdings nicht gewesen sein - denn so sehr ich auch Herrn Düringen zugestehe, dass er sich selber in der Rolle des Wutbürgers wiederfindet, so bin ich ebenso überzeugt davon, dass es in Österreich niemals eine wirkliche MASSE an Gleichgesinnten gibt. Aber bitte selbst entscheiden, wie er's gemeint haben könnte:
Anschauen lohnt sich auf jeden Fall!
Anschauen lohnt sich auf jeden Fall!
15. November 2011
The Age of Stupid
Der Titel "The Age of Stupid" passt gerade zu meinem letzten Thema "Bildungsvolksbegehren", das ja trotz beachtlicher Zahlen nur mässige Kritiken bekommen hat. Wenn ich mir diesbezüglich einen Nachsatz erlauben darf: 7% Unterstützer_innen gerechnet auf eine auch sonst nicht gerade berauschende Wahlbeteiligung von ca. 60% macht schon mal 13% Bildungsenthusiasten, die trotz der völligen Unverbindlichkeit eines Volksbegehrens die Illusion pflegen, dass sie mit ihrer Stimme etwas an der Misere ändern können.
Zu gleichen Teilen interessant wie peinlich fand ich übrigens den Auftritt von Konrad Paul Liessmann im Club 2, der mit der Selbstzufriedenheit des arrivierten Schöngeistes den Bildungshunger der Masse herabwürdigte... Da hatte ich erstmals Mitleid mit meinem Landsmann Köhlmeier, der sich den philosophischen input wohl ein wenig anders vorgestellt hatte...
Doch zurück zum Film "The Age of Stupid": auf der dazugehörigen website finden sich ein paar Trailer und Hintergrundinfos. Eine DVD gibts auch schon - links dazu stelle ich unten rein...
Aus jeden Fall ein Muss!
Auszug aus der Website zum Film:
The Age of Stupid ist ein Film aus dem Jahr 2008 von der Regisseurin Franny Armstrong (McLibel, Drowned Out) und der jungen Produzentin Lizzie Gillett. Es handelt sich um eine Koproduktion zwischen Frannys Firma Spanner Films und der Firma des ausführenden Produzenten John Battsek (Ein Tag im September), Passion Pictures. Der oscar-nominierte Schauspieler Pete Postlethwaite spielt die Hauptrolle. Als alter Mann lebt er ganz allein in der völlig zerstörten Welt des Jahrs 2055 und fragt sich beim Betrachten von Archivmaterial aus dem Jahr 2008: Warum haben wir den Klimawandel nicht aufgehalten, als wir noch die Möglichkeit dazu hatten? Das Besondere an dieser Produktion ist das innovative Finanzierungsmodell. Das Budget wurde durch 'crowd-funding' (frei-verkäufliche Anteile) zusammengebracht. Die vollständige Produktionsgeschichte wird in der 50-minütigen Making Of Dokumentation gezeigt, die man sich gratis online anschauen kann und die wahrscheinlich auch in besserer Qualität auf der deutschen DVD enthalten sein wird (Herbst 2010). Der Film kam 2009 ins Kino und war einer der am meisten beachteten Dokumentarfilme dieses Jahres. Er war auch der Auslöser für die äußerst erfolgreiche 10:10 Kampagne.
Zu gleichen Teilen interessant wie peinlich fand ich übrigens den Auftritt von Konrad Paul Liessmann im Club 2, der mit der Selbstzufriedenheit des arrivierten Schöngeistes den Bildungshunger der Masse herabwürdigte... Da hatte ich erstmals Mitleid mit meinem Landsmann Köhlmeier, der sich den philosophischen input wohl ein wenig anders vorgestellt hatte...
Doch zurück zum Film "The Age of Stupid": auf der dazugehörigen website finden sich ein paar Trailer und Hintergrundinfos. Eine DVD gibts auch schon - links dazu stelle ich unten rein...
Aus jeden Fall ein Muss!
Auszug aus der Website zum Film:
The Age of Stupid ist ein Film aus dem Jahr 2008 von der Regisseurin Franny Armstrong (McLibel, Drowned Out) und der jungen Produzentin Lizzie Gillett. Es handelt sich um eine Koproduktion zwischen Frannys Firma Spanner Films und der Firma des ausführenden Produzenten John Battsek (Ein Tag im September), Passion Pictures. Der oscar-nominierte Schauspieler Pete Postlethwaite spielt die Hauptrolle. Als alter Mann lebt er ganz allein in der völlig zerstörten Welt des Jahrs 2055 und fragt sich beim Betrachten von Archivmaterial aus dem Jahr 2008: Warum haben wir den Klimawandel nicht aufgehalten, als wir noch die Möglichkeit dazu hatten? Das Besondere an dieser Produktion ist das innovative Finanzierungsmodell. Das Budget wurde durch 'crowd-funding' (frei-verkäufliche Anteile) zusammengebracht. Die vollständige Produktionsgeschichte wird in der 50-minütigen Making Of Dokumentation gezeigt, die man sich gratis online anschauen kann und die wahrscheinlich auch in besserer Qualität auf der deutschen DVD enthalten sein wird (Herbst 2010). Der Film kam 2009 ins Kino und war einer der am meisten beachteten Dokumentarfilme dieses Jahres. Er war auch der Auslöser für die äußerst erfolgreiche 10:10 Kampagne.
10. November 2011
Bildungsvolksbegehren: Dornbirn
Gelernte Dornbirner_innen haben es ja schon verinnerlicht, dass die grösste Stadt im Ländle in vielen Bereichen eine Führungsrolle einnimmt. So geschehen auch beim gerade zu Ende gegangenen Bildungsvolksbegehren, dessen Zahlen ich gerade hereinbekommen habe:
offizielles Endergebnis in Dornbirn:
abgegebene Unterschriften: 1.937
von 32.733 Wahlberechtigten, macht
sehr gute 5,92 %
der Dornbirnerinnen und Dornbirner, die damit die Städte Bregenz und Bludenz (mit jeweils unter 5% deutlich hinter sich gelassen haben (andere Ergebnisse hab ich leider noch keine - wird aber eh morgen in der Zeitung stehen).
Meldeamtsleiter Schwendinger spricht vom besten Ergebnis der letzten 5 Jahre. Mit deutlichem Abstand folgen das Euratom-Volksbegehren (2011) mit 1.096 Unterschriften und das FPÖ "Österreich bleibt frei" VB (2006) mit 1.033 Unterschriften.
Bildung wird in Dornbirn also GROSS geschrieben!
Übrigens: Bei der Durchsicht der österr. Liste der Volksbegehren ist mir doch glatt eines untergekommen, das in meiner Wahrnehmung gar nicht existiert hat: "Stopp dem Postraub" (2009).
6. November 2011
Bildungsvolksbegehren - letzte Chance zur Unterschrift !
Ich übertrete wieder mal meine FSK zu lokalen Dornbirner Themen und mache noch ein letztes Mal darauf aufmerksam, dass die letzten Unterschriftstage für das Bildungsvolksbegehren angelaufen sind.
Und dann darf ich noch eine Anmerkung loswerden, was unsere neue grösste Zuwanderungsgruppe betrifft: die Deutschen!
Wie überall sonst kann man im Dornbirner Rathaus noch bis spätestens Donnerstag 16:00 Uhr unterschreiben:
Ausweis mitbringen nicht vergessen ! Und falls noch jemand Infos braucht, findet er so ziemlich alles auf der offiziellen Website von österreich-darf-nicht-sitzenbleiben !
Und dann darf ich noch eine Anmerkung loswerden, was unsere neue grösste Zuwanderungsgruppe betrifft: die Deutschen!
Wie mir an 3 Samstagen am grünen Infostand zum Volksbegehren deutlich aufgefallen ist: Das Interesse unserer deutschen Mitbürger_innen an diesem Volksbegehren ist auffallend hoch.
Mindestens ebenso hoch, wie ihre Enttäuschung, dass sie zwar ihren Lebensmittelpunkt nach Vorarlberg verlegt haben, arbeiten und Steuern zahlen, aber außer bei Gemeinderatswahlen kein politisches Mitspracherecht besitzen. Besonders bei Familien mit kleinen Kindern war die Stimmung wirklich schlecht - viele Deutsche kommen ja gut ausgebildet und mit hohen Erwartungen nach Vorarlberg. Kaum verwunderlich, wenn sie für Ihre Kinder eine mindestens ebenso gute Ausbildung wünschen, und sich ausgeschlossen fühlen, wenn sie in so einem Kernbereich vom Mitspracherecht ausgeschlossen werden.
Eigentlich ein Skandal - wieso sollte man denn einem EU-Bürger zumuten, seine Staatsbürgerschaft zu ändern? Was sollte es denn auch bringen, wenn man so oder so völlig gleichgestellt ist? No na halt nicht völlig - wohingegen mein ehemaliger Schulkollege seit über 10 Jahren in Barcelona lebt und arbeitet, verheiratet ist und mittlerweile sogar einen kleinen Spanier gezeugt hat - und volles Wahlrecht in Österreich genießt. Dem ist es so ziemlich wurscht, ob in Ö ein Fakeman regiert oder sonstwer und es spielt für ihn auch keine Rolle, ob sein "nino" bei uns einen Ganztagskindergartenplatz hätte oder nicht...
Nun gut, auch er darf dieses Volksbegehren nicht unterschreiben, weil er keinen Hauptwohnsitz in Österreich mehr hat - aber genau dieses Kriterium würden unsere deutschen Familien erfüllen und die sollten das sehr wohl dürfen.
Volle Mitsprache dort, wo ich lebe und Steuern zahle. So einfach sollte das eigentlich sein!
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